Über mich

Das Leben geschieht dir nicht – es antwortet auf dich.

Burnout – als mein Körper mir den Stecker zog

Vor 25 Jahren stoppte mich ein Burnout.
Nicht mit einer leisen Warnung, sondern wie mit einer Notbremse. Als hätte jemand in mir den Strom abgestellt. Mein Körper sagte: Stopp. Und er meinte es ernst.

Ich sass da – und verstand die Welt nicht mehr.
Ich hatte doch alles richtig gemacht. Ich hatte mein Leben ordentlich gebaut, Stein für Stein: Schule, Ausbildung, gute Noten, der Einstieg ins Berufsleben trotz Gegenwind. Ein Leben, das von aussen stabil aussah.

Und innen? Innen hatte ich mich schon lange daran gewöhnt, mich zusammenzunehmen.

Ich war gut darin geworden, mich anzupassen. So gut, dass ich oft gar nicht mehr merkte, wo ich mich selbst verliess. Ich passte mich an, damit niemand irritiert war. Ich passte mich an, damit es keine Reibung gibt. Ich passte mich an, damit ich „durchkomme“.
Wie Wasser, das sich in jedes Gefäss fügt – und dabei vergisst, welche Form es eigentlich hat.

Lebenskrise – als meine Strategien zu Staub wurden

Dann kam der Moment, in dem meine ausgeklügelten Lebensstrategien wie Kartenhäuser in sich zusammenfielen.
Plötzlich war da nicht nur Müdigkeit, sondern ein Schmerz, der den ganzen Körper durchzog – als hätte jede Zelle Alarm geschlagen. Mein Kopf, der mich bis dahin scheinbar sicher durchs Leben geführt hatte, wurde still, leer, orientierungslos.

Ich wusste nicht mehr, wo oben und unten war.

Es war, als läge ein dunkler Schleier über meiner Psyche.
Nicht dramatisch im Aussen – aber innen wie ein November ohne Ende.

Ich war gewohnt zu funktionieren. Zu tragen. Zu organisieren. Zu leisten.
Doch diesmal gab es kein „Zähne zusammenbeissen“ mehr. Nichts in mir liess sich mehr überreden.

Korrektur – Schritt für Schritt zurück in den Körper

Ein TCM-Therapeut sagte mir einen Satz, der sich später als Rettungsleine herausstellte:
Ich solle mich von Massenmedien fernhalten, um mein Nervensystem zu schonen.

Damals klang das fast banal. Heute weiss ich: Mein System war nicht schwach. Es war übervoll. Überreizt. Überfordert. Im Dauerlauf, ohne Pause.
Und mein Körper hatte nur eine Möglichkeit gesucht und gefunden, mich zu stoppen.

In der Cranio-Ausbildung erfuhr ich zum ersten Mal wirklich, wie mein Körper funktioniert – nicht als Theorie, sondern als lebendige, fühlbare Wirklichkeit.

Es war, als würde ich eine Sprache lernen, die ich mein ganzes Leben in mir getragen, aber nie verstanden hatte.

Ich begann, mich anders zu behandeln.
Nicht mehr wie eine Maschine, die „laufen“ muss – sondern wie ein lebendiges Wesen, das Rhythmus braucht, Wärme, Nahrung, Schutz und Zeit.

Statt Schmerzen nur zu betäuben, begann ich, ihnen zuzuhören.
Ich bewegte mich, badete basisch, nutzte natürliche Hausmittel, stellte meine Ernährung konsequent um. Nicht als schnelle Kur, sondern als tägliche Entscheidung: Ich bin jetzt für mich selbst da.

Ganz allmählich kehrte meine Kraft zurück.
Wie Licht, das nicht plötzlich angeknipst wird, sondern morgens langsam den Raum füllt.

Ich trat in eine Welt ein, die mir bis dahin fremd gewesen war: Selbstfürsorge. Selbstliebe. Innere Rückverbindung.
Und ich machte eine Erfahrung, die mich tief berührte: Mein erschöpfter Körper kann sich regenerieren, wenn er die richtige Unterstützung bekommt – und wenn ich aufhöre, ihn zu übergehen.

Mit der Zeit wurde mein Kopf wieder klarer.
Als würde sich Nebel heben und Konturen wieder sichtbar werden. Ich konnte wieder Sinn erkennen. Und zum ersten Mal seit vielen Jahren spürte ich, wie sich mein Herz langsam öffnete – nicht spektakulär, eher wie eine Knospe, die sich bei Wärme traut.

In vielen Stunden Meditation geschah noch etwas anderes:
Gefühle und Ängste, die ich tief weggesperrt hatte – aus der Kindheit, aus Zeiten, in denen „stark sein“ die einzige Option war – begannen sich zu lösen. Nicht, weil ich sie wegmachte, sondern weil ich ihnen endlich Raum gab.

Wie ein Knoten, der nicht mit Gewalt gelöst wird, sondern weich wird, wenn man ihn sorgsam in der Hand hält.

Heute – wenn Herz und Kopf an einem Tisch sitzen

Heute lebe ich in einer Verbindung von Herz und Kopf, die sich für mich wie ein inneres Zuhause anfühlt.
Als würden zwei Kräfte, die früher gegeneinander gearbeitet haben, endlich miteinander gehen.

In dieser Verbindung liegen eine ruhige Klarheit und eine grosse Kraft.

Wenn Unsicherheit oder Zweifel auftauchen, merke ich es schneller – und ich weiss, wie ich zurückfinde. Ich kann mich zentrieren, durchatmen, mich innerlich ausrichten.

Gelassenheit bedeutet für mich nicht, dass nichts mehr passiert. Gelassenheit bedeutet: Ich weiss, wie ich mich wieder auf die Spur bringe.

Über die Jahre ist daraus meine „Werkzeugkiste“ entstanden.

Und genau davon erzähle ich heute. Weil ich spüre: Es ist Zeit.

Ich habe damals verstanden: Mein Burnout war nicht das Ende. Es war ein Weckruf.
Ein Ruf zurück in meinen Körper. Zurück in meine Wahrnehmung. Zurück zu dem Teil in mir, der längst wusste, dass ich nicht hier bin, um mich selbst zu verlieren.

Und je mehr ich mich daraus befreite, desto deutlicher wurde mir: Viele Menschen kämpfen nicht, weil sie „zu schwach“ sind, sondern weil sie zu lange stark waren. Zu lange angepasst. Zu lange im Überlebensmodus. Mit einem Lächeln nach aussen – und einer stillen Leere nach innen.

Mein Buch ist daraus entstanden.

«Ein Leben in Freiheit und Liebe» ist meine Landkarte – und gleichzeitig eine Einladung. Eine Einladung, dich selbst wieder ernst zu nehmen, alte Konditionierungen zu lösen und dein Leben neu zu wählen: ruhiger, klarer, echter. Schritt für Schritt. In deinem Tempo.

Ich wünsche dir auf deinem Weg das Allerbeste!

Buchbestellung

Das Buch ist überall im Buchhandel erhältlich.
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